Finanzkasper - Investieren https://finanzkasper.de de-de FinanzKasper Fri, 07 Aug 2020 01:52:52 +0200 Fri, 07 Aug 2020 01:52:52 +0200 TYPO3 EXT:news news-60 Sun, 02 Aug 2020 12:39:56 +0200 Finanzkasper auf Youtube https://finanzkasper.de/cms/index.php?id=21&tx_news_pi1%5Bnews%5D=60&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c7bd189f118c3d476b9eb12093348ca Ab sofort ist Finanzkasper auch auf Youtube in einem eigenen Kanal vertreten. Dort wird es künftig Videos zu den Themen dieser Seite geben, insbesondere natürlich zum QuoteCompiler. Und ich starte mit einem Video zum Quotecompiler, das Neulingen erklärt, wozu QuoteCompiler gut ist. Auf diesem Youtube-Kanal möchte ich nach und nach Videos über den QuoteCompiler bereitstellen, die seine vielen Funktionen erklären und zum anderen auch gelegentlich ein Video zu anderen Themen dieser Webseite machen, also vor allem zu meinen Finanzstrategien.  Youtube-Kanal: Finanzkasper Youtube-Kanal
Nebenstehendes Video ist der Start und soll Neulingen einen Überblick über das Programm QuoteCompiler geben. 

Dieses und alle folgenden Videos findet man auf meinem neuen Youtube-Kanal: Finanzkasper Youtube-Kanal

Werr also kein neues Video verpassen möchte, abonniert also einfach diesen Kanal.

 

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Trading Trading Tools Trading Strategien Investieren QuoteCompiler Allgemeines
news-52 Sun, 12 Jan 2020 12:54:31 +0100 Anlage-Strategie für Fonds und Aktien: MA21-Strategie https://finanzkasper.de/cms/index.php?id=21&tx_news_pi1%5Bnews%5D=52&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f84e6120045a471e48f5922fc088abee Lange habe ich nach einer Investitions-Strategie gesucht, die sich am Trading orientiert, die langfristig erfolgreich ist und die nicht am Markt investiert ist, wenn es mal richtig runtergeht in den Kursen. Nun habe ich sie gefunden und für mich weiterentwickelt: die MA21-Investitionsstrategie. Seit Mai 2018 investiere ich real nach dieser Strategie zum einen über ETFs in allen Anlageklassen und zum anderen in einer Aktienauswahl des MDAX. Strategie und alle Details zu meinen Investitionen stelle ich auf dieser Seite dar. Hintergrund:

Wer bisher erst seit 2011 an der Börse unterwegs ist, hat bisher fast nur eine Aufwärtsbewegung in allen Märkten gesehen, vielleicht mit kleinen Rückschlägen. Das wird nicht immer so bleiben
Wer hingegen die Börsen in den Jahren zwischen 1999 und 2011 verfolgt hat, weiss, dass man auch zwischenzeitlich Wertverluste von 50%...80% erleiden kann. Das möchte ich vermeiden.


Deshalb habe ich mich für eine Trendfolgestrategie entschieden, die nur auf steigende Kurse setzt und wenn es anfängt bergab zu gehen mit den Kursen, die Investition beenden. Diese Strategie geht zurück auf Veröffentlichung im Magazin "Focus Money". Dort wurde diese Strategie erstmals beschrieben und Backtests der Strategie in vielen Handelsinstrumenten durchgeführt, die fast alle hervorragende Renditen erbrachten.

Alle Details zur Strategie und meiner Umsetzung sind 

HIER

dargestellt.

 

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Investieren
news-51 Tue, 29 May 2018 20:10:09 +0200 Fonds-Anlage Strategie: Die Macht des Rebalancings https://finanzkasper.de/cms/index.php?id=21&tx_news_pi1%5Bnews%5D=51&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0d43ca3576251759e7e7a50e9ab787a4 Ich möchte hier eine Strategie vorstellen, mit der man seine Investition in Investmentfonds weiter optimieren kann. Im Kern geht es um das Ausbalancieren eines Wertpapier-Depots mit verschiedenen (hier 2) Anlageklassen, um am Ende ein besseres Gesamtergebnis zu bekommen, als in einer Anlage in nur einem Wertpapier bzw. Fonds. Mein Ziel ist es, eine hohe Gesamtrendite wie bei Aktienfonds zu bekommen, dabei aber eine geringere Schwankungsbreite zu erreichen. Ich habe dazu Rückrechnungen der letzten 20 Jahre vorgenommen und vor einem Jahr begonnen, ein solches Depot zu führen. Alle Einzelheiten der Strategie, die Rückrechnungen und die tatsächliche Entwicklung meines Depots sind auf dieser Webseite dargestellt. Eine Einmal-Anlage in einen Aktienfonds oder ETF, der sich an einem Aktienindex wie z.B. dem DAX orientiert, verspricht langfristig große Renditen. Der Nachteil ist, dass die Schwankungen schon sehr heftig sind.

Allein zwischen 2000 und 2010 fiel der DAX von über 8000 Punkten auf ca. 2300 Punkte, dann stieg er wieder auf ca. 8000 und fiel wieder auf ca. 3500 Punkte um danach wieder nach oben zu steigen.

Wer also in einen DAX-basierten Aktienfonds investiert war, hat also innerhalb von 10 Jahren den größten Teil seines Vermögens 2 mal verloren. Wer das durchgehalten hat, hat am Ende aber eine sehr gute Rendite (bei einem DAX Stand von ca. 13000 Punkten heute).

Die hier vorgestellte Strategie soll eine vergleichbare gut Rendite erreichen, ohne dass es zu so starken Schwankungen und Verlusten zwischenzeitlich kommt.

Dieses Ziel lässt sich langfristig durch ein Rebalancing von 2 guten Investmentfonds erreichen.

Wie das funktioniert, ist hier dargestellt.

 

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Investieren
news-48 Sat, 17 Feb 2018 16:22:00 +0100 BitCoin Mining - Wie geht das und lohnt es sich? https://finanzkasper.de/cms/index.php?id=21&tx_news_pi1%5Bnews%5D=48&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3901e84602a9e0b18d631cd520d8325c Wir haben einen großen Hype in 2017 bei den Kryptowährungen gesehen und alle Welt redet darüber, meist ohne zu wissen, was es ist. Ich möchte in diesem Artikel meine Meinung zu den Kryptowährungen kundtun und meine Erfahrungen beim Mining von Bitcoins darstellen. Intro

Bitcoin steht in diesem Artikel für eine ganze Reihe von Kryptowährungen. Es handelt sich dabei quasi um eine digitale Technik (Blockchain), auf deren Basis man eine Währung realisieren könnte. Denn noch sind es keine Währungen.

Der große Charme des Bitcoins ist die Schwäche der Papierwährungen dieser Welt. Allesamt sind diese nicht mehr wie früher an einen Wert wie Gold gebunden, sondern werden - inzwischen hemmungslos - von sogenannten Zentralbanken gedruckt und damit permanent entwertet. Unter dem Vorwand, die wirtschaftliche Entwicklung fördern zu wollen, richten diese mehr Schaden an als sie nutzen. Die totale Überschuldung der Welt wird diesem Spiel irgendwann ein Ende bereiten.

Bitcoin und co. hingegen sind unabhängig von zentralen Einrichtungen und Staaten. Der ganze Hype der Kryptowährungen basiert also auf der Idee, dass hier die Alternative des Papiergeldes entsteht oder sich die Kryptowährungen als echte Währung etabliert.

Das kann so kommen. Muss aber nicht. Ehrlich gesagt weiß ich es auch nicht. Es gibt Gründe dafür und dagegen. Die Staaten könnten auch einfach die Kryptowährungen künftig verbieten, da es für sie ein totaler Machtverlust bei den Währungen darstellen würde. Andererseits spricht die Technologie für sich und könnte sehr gut die Basis für künftige Währungen sein.

Aus dieser Unsicherheit heraus, kommt eben auch die Kursbildung von Bitcoins. Niemand weiß, ob und wann sich die Kryptos zu Währungen entwickeln werden. So gehen die Prognosen der "Experten" weit auseinander und reichen von null bis Millionen Dollar pro Bitcoin. Also nicht wirklich hilfreich.

 

Investieren in Bitcoin

...ist ein bisschen wie pokern, oder Roulett und auf Rot oder Schwarz setzen. Eigentlich auch schon etwas zu spät. Wer vor ein paar Jahren investiert hat, steht gut da. Aber damals kannten nur Insider die Kryptowährungen. Heute, wo in der BILD darüber berichtet wird, ist es wohl doch schon etwas spät. Man müsste sich ja auch entscheiden, in welche Kryptowährung man investiert. Und ob dann genau diese sich langfristig durchsetzt, ist wohl mehr als Glück.

Für mich kommt eine Investition in Kryptowährungen daher nicht in frage und ich kann auch nur abraten. Wer ein bisschen spielen will, kann ein paar Euro investieren. Das ist so etwa wie Lotto spielen. Wahrscheinlich verliert man den Einsatz, aber mir viel Glück vervielfacht sich der Einsatz.

Am besten aber, Finger weg davon.

 

Traden mit Bitcoin

 ist aus meiner Sicht als Trader aktuell auch eher schlecht. Zwar gibt es riesige Bewegungen, aber diese sind oft nicht gut handelbar. Da gibt es riesige Gaps - also Kurslücken - und bei manchen hektischen Bewegungen versagt die Liquidität der Broker und der Handel wird ausgesetzt oder die Spreads werden riesig. Alles zu Lasten des Traders. Manche Broker stellen ihre Krypto-Produkte von einem auf den anderen Tag wieder ein. 

Das alles zeigt, dass der Trading-Markt kein guter ist. Daher empfehle ich hier, einfach noch zu warten, bis sich das alles stabilisiert hat, die Bewegungen ruhiger werden und die Broker stabile Produkte anbieten.

Ich trade die Kryptowährungen aus diesen Gründen aktuell nicht.

 

Mining von Bitcoins

Ich wollte wissen, ob sich Mining (Schürfen) von Bitcoins noch finanziell lohnt und wie es funktioniert. Meine Erfahrungen dazu möchte ich hier kurz beschreiben.

Es gibt dazu viele Anbieter, die eine Plattform zum Mining anbieten. Ich habe mich nach einigen Tests und Recherchen dann für nicehash.com entschieden. Diese Plattform wurde zwar vor einigen Monaten schon mal gehackt, aber ich will ja auch kein Vermögen dort halten, sondern nur Erfahrungen im Mining sammeln.

Nicehash bietet einige Vorteile. Man kann sich dort einfach anmelden und kann sowohl beim Schürfen als bei der Transaktionsberechnung von Kryptowährungen seine Rechenleistung zur Verfügung stellen. Nicehash bietet dabei immer verschiedene Algorythmen und Kryptowährungen automatisch an und optimiert diese, so dass man sich eigentlich um nichts kümmern muss, wenn der Miner einmal läuft.

Was braucht man nun technisch?

Da ich mir ohnehin einen neuen Rechner mit guter Grafikkarte kaufen wollte (im Wesentlichen um mich in das Thema Virtual Reality einzuarbeiten), habe ich die Mining-Anforderungen gleich mal mit berücksichtig. Inzwischen wird für das Mining so viel Rechenpower benötigt, dass eine normale CPU hier nicht mehr ausreicht. Die einzige Chance besteht über eine leistungsfähige Grafikkarte, da diese heutzutage mehr Rechenpower mitbringen als die eigentliche CPU von Standard-PCs. 

Eine am häufigsten für das Mining genutzte Grafikkarte basiert auf den NVIDIA Geforce GTX 1080. Diese ist wegen des Minings aktuell teuer und kostet irgendetwas zwischen 800 und 1000 €. Das war mir für den Test dann doch etwas viel und deshalb bin ich mit der kleineren Schwester einer NVIDIA Geforce GTX 1060 eingestiegen. Diese bekommt man für etwa 300 € und ich habe sie gleich im Bundle mit meinem neuen Rechner gekauft.

Rechnet es sich?

Nicehash zahlt die Rechenleistung immer in Bitcoin auf die eigene Wallet gut, egal ob man nun Bitcoin oder andere Kryptowährungen schürft. Damit hängt das tatsächliche Ergebnis in Euro vom jeweiligen Kurs des Bitcoin zum Euro ab. Man muss sich zudem darüber Gedanken machen, ob man die erschürften Bitcoins sofort in Euro transferriert, oder quasi als Investition im Bitcoin belässt und auf steigende Bitcoin Kurse setzt...was aber wieder ziemlich riskant ist.

Um die Bitcoins letztlich in Euro zu transferieren nutze ich den Anbieter Coinbase. Dort kann man ein Konto eröffnen und hat dann die Möglichkeit, Kryptowährungen in Euro umzuwandeln und diese dann wieder auszuzahlen. Gegen geringe Gebühr lassen sich die geschürften Bitcoins von Nicehash auf Coinbase übertragen. 

Aktuell schürft mein System pro 24h ca. 0.00025 Bitcoins (beim heutigen Kurs des BTC zum Euro von 8500 entspricht das ca. 2,10 €. Es waren in den letzten 4 Wochen auch schon mal 1,30 € oder 3 € und schwankt damit sehr stark mit dem Bitcoin Kurs.

Da ich es am Ende doch in Euro umtauschen muss und die laufenden Kosten in Euro habe, lohnt sich das Mining also nur ab einem Mindest-Bitcoinkurs.

Welche Kosten muss ich nun betrachten?

Zunächst mal hat man die Anfangsinvestition (PC plus guter Grafikkarte) zu berücksichtigen. Das ignoriere ich im Folgenden, da ich den Rechner sowieso brauche und so gekauft hätte.

Der wesentliche Kostenfaktor, den man berücksichtigen muss, sind die Stromkosten, da der Rechner rund um die Uhr läuft und insbesondere die Grafikkarte unter voller Last zusätzlich Strom zieht.

In meinem Fall stellt es sich wie folgt dar: Ich habe den Rechner auch sonst rund um die Uhr laufen, da ich ihn für das automatische Trading benutze. Deshalb fallen bei mir nur die "Mehrkosten" des Stroms der Grafikkarte an, wenn diese schürft. Ich habe den Stromverbrauch gemessen: einmal den PC im Normalbetrieb und einmal wenn ich das Programm zum Schürfen gestartet habe. Der Unterschied ist der Strom fürs Mining, das sind bei mir 140 W.

Hier die Kosten im Überblick:

Beschreibung

Wert

Stromverbrauch Mining140 W
Strompreis pro kWh0,25 €
Strompreis pro Stunde Mining0,035 €
Strompreis pro Tag Mining0,84 €
Mining Gewinn pro Tag (abhängig vom Bitcoin Kurs)2,10 €
Mining Gewinn Netto pro Tag (abhängig vom Bitcoin Kurs)1,26 €
Mining Gewinn Netto pro Monat (abhängig vom Bitcoin Kurs)37,80 €
Mining Gewinn Netto pro Jahr (abhängig vom Bitcoin Kurs)453,60 €

 

Fazit:

Ohne große Investition kann ich also in meinem Fall am Mining teilnehmen. Aktuell lohnt es sich und ich verdiene damit Geld, wenn auch nicht viel. Jedoch hängt alles vom Kurs des Bitcoin ab. Fällt dieser etwa unter 4000 Euro pro Bitcoin, lohnt es sich nicht mehr, dann sind die Stromkosten höher als die geschürften Bitcoins. Steigt der Kurs kann es sich um so mehr lohnen zu schürfen.

Aktuell könnten sich also in ein paar Monaten die Kosten für die Grafikkarte amortisieren.

Um wirklich signifikante Gewinne zu erreichen, müsste man mehrere NVIDIA Geforce GTX 1080 einsetzen und ein sogenannte Mining-Rig aufbauen oder gleich mehrere Rigs in einer Mining-Farm (einfach mal googlen oder auf youtube schauen, wie so etwas aussieht).

Damit hat man aber gleich eine Investition von mehreren 1000 €. In Anbetracht der Unsicherheiten bei den Kryptowährungen und den stark schwankenden Kursen, wäre es mir zu riskant, hier groß einzusteigen. Immerhin kann es leicht passieren, dass es sich nicht mehr lohnt und dann sitzt man auf der Farm und den vielen Grafikkarten.

Tipp: Fällt der Preis des Bitcoin wieder in einen Bereich um die 1000 oder drunter, würde ich erwarten, dass es leistungsfähige Grafikkarten zu sehr günstigen Preisen bei Ebay und co. gibt.

Für mich bleibt das Mining von Bitcoins eine Spielerei, die mir hilft, die Kryptowährungen besser zu verstehen. Alles andere ist mir derzeit zu spekulativ.

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Trading Trading Strategien Investieren Allgemeines
news-47 Mon, 14 Aug 2017 22:46:36 +0200 Und wieder mal: ein Interessantes Garantiezertifikat https://finanzkasper.de/cms/index.php?id=21&tx_news_pi1%5Bnews%5D=47&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3d7470d59c2879671905202560e1c4c3 Die Geldanlage wird nicht leichter, bis irgendwann die Leitzinsen durch die EZB mal angehoben werden. Deshalb stelle ich mal wieder ein interessantes Garantiezertifikat vor, dass ich auch selbst mal wieder gekauft habe. Das Zertifikat mit dem sperrigen Namen "Garantie-Zertifikat auf BNP PARIBAS MULTI-ASSET DIVERSIFIED VOL 8 EUR GLOBAL INDEX" (ISIN DE000PA899D1) hat einen Nennwert von 1000 € und notiert zur Zeit unter diesem Preis. Damit hat man eine Garantie zum Ablauf des Zertifikates 2025 mehr als den eingezahlten Betrag zurückzubekommen. Dazu kommen nach oben unbegrenzte Wertentwicklungsmöglichkeiten. Das Zertifikat entwickelt sich wie der zugrunde liegende Index der BNP Paribas "BNP PARIBAS MULTI-ASSET DIVERSIFIED VOL 8 EUR GLOBAL INDEX". Dieser Index setzt sich aus Aktien, Immobilien, Rohstoffen und Anleihen zusammen und hat sich in den letzten 20 Jahren kontinuierlich nach oben entwickelt, und das ohne größere Einbrüche (wie wir sie beispielsweise beim DAX gesehen haben).

Der Chart links zeigt die Entwicklung dieses Index in den letzten 15 Jahren. Dazu im Vergleich die Entwicklung des DAX in diesem Zeitraum (goldfarben). Wer will da noch in deutsche Aktien investieren?

Schon anhand dieser Index-Entwicklung wäre das Zertifikat eine gute Investition.

Dazu aber kommt noch: Das Zertifikat ist ein Garantiezertifikat. Damit erhält man zum Ablaufdatum im Dezember 2025 mindestens 1000€ pro Anteil zurück. Läuft es also wider Erwarten schlecht mit dem Index, so bekommt man immer noch mehr als seine Einlage im Dezember 2025 zurück, da das Zertifikat zur Zeit für weniger als 1000 € zu haben ist.

Auch kann das Wertpapier jederzeit am Markt wieder verkauft werden, was natürlich besonders interessant ist, wenn man im Gewinn ist.

Risiko

Das einzige Risiko nach meiner Einschätzung ist das sogenannte Emittenten-Risiko. Ein Zertifikat ist eine Inhaberschuldverschreibung des ausgebenden Instituts. Sollte also die BNP Paribas zwischenzeitlich insolvent werden, besteht die Gefahr, dass man seinen Einsatz verliert. Das gilt für alle Zertifikate.

Problem

Die Bank hat nur 6000 Zertifikate ausgegeben. Deshalb findet wenig Handel statt. Das Wertpapier wird an der Frankfurter Börse gehandelt. Allerdings konnte ich die gewünschte Anzahl Zertifikate nach mehreren Tagen Wartezeit zum Kurs von 988 € erwerben. Achtung: immer eine Limit-Order einstellen.

 

Disclaimer:

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf des Wertpapiers dar. Ich weise lediglich darauf hin, dass das Wertpapier durchaus interessant sein könnte. Ob es zur Investition im Einzelfall geeignet ist, hängt von der persönlichen Situation jedes Einzelnen ab. Es wird keine Garantie für die Korrektheit der o.a. Daten übernommen werden. Haftungsansprüche gegen den Autor sind ausgeschlossen. Es gelten die AGBs dieser Webseite. Da ich das o.g. Wertpapier für interessant halte, bin ich selbst investiert.

 

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Investieren
news-31 Sun, 22 May 2016 12:05:00 +0200 Die Krise wird kommen - Was mache ich als Investor? https://finanzkasper.de/cms/index.php?id=21&tx_news_pi1%5Bnews%5D=31&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b6e0d9cdecbaf35dbc7432fc2962a5d1 Als Investor muss man sich stets fragen, wie man am besten investiert, um sein Angespartes zu erhalten und wenn möglich zu vermehren. Keine leichte Aufgabe. Durch die riskante Politik der letzten 30 Jahre in Deutschland, Europa und der Welt ist eine Wirtschaftskrise vorprogrammiert. Diese wird zu Verlusten der im Leben erarbeiteten Vermögen und der erarbeiteten Ansprüche an das Rentensystem kommen. Die Auswirkungen beginnen sichtbar zu werden. Jeder ist betroffen von der Abschaffung der Zinsen. Direkt, weil man keine Zinsen mehr bekommt, oder indirekt, weil die Renten und Versicherungen damit in Gefahr geraten. Da keiner weiß, ob es zu Verlusten durch signifikante Steuererhöhungen, Enteignungen, Vermögensschnitte, Währungsreformen oder Hyperinflation kommen wird, muss man sich sehr gut diversifiziert aufstellen. In diesem Artikel habe ich mir die Frage gestellt, wie man am besten investiert, um die Verluste zu minimieren. Während der 1. Teil die Situation analysiert und Informationsquellen nennt, werden im 2. Teil des Artikels sinnvolle Investitionsmöglichkeiten untersucht. Inhalt:

1. Kurzanalyse

2. Weitere Informationsquellen

3. Was und wann kann konkret passieren?

4. Was kann man dagegen tun?

5. Vermögensschutz und Investitionsmöglichkeiten

 

1. Kurzanalyse

Ich möchte mich hier kurz fassen, da es genug Informationen dazu in den Medien gibt, möchte aber kurz die wesentliche Probleme aus meiner Sicht ansprechen.

Das Versagen der Politik weltweit, insbesondere aber auch in Europa und Deutschland wird in den nächsten Jahren zu großen politischen und Wirtschaftskrisen führen.

Die Fehlentwicklungen sind bereits soweit fortgeschritten, dass auch ein Gegensteuern nicht mehr möglich ist. Beispiele für die Fehlentwicklungen:

Fehlkonstruktion des Euro

Eine Währungsunion ohne einheitliche Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik ist nicht funktionsfähig.

Gibt es jemand, der glaubt, dass sich die Euro-Länder auf eine gemeinsame Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik einigen? Ich halte es für undenkbar.

Und so führt das aktuelle System zu immer mehr Euro-Krisen. Es gibt bereits die Haftung untereinander. D.h. deutsche Steuerzahler und Vermögen haften für die Schrottbanken in eingen überschuldeten Staaten.

Das System funktioniert überhaupt nur noch, weil die EZB die Bankrottstaaten finanziert und die Zinsen abgeschafft hat. Würde man halbwegs normale Zinsen wieder einführen, würden viele Euro-Länder sofort zahlungsunfähig werden.

Aus meiner Sicht ist der Euro in seiner jetzigen Form nicht überlebensfähig.

Fehlkonstruktion EU

Wie unfähig die EU ist, muss man nicht erklären. Siehe nur Griechenland Krise oder Flüchtlings-Krise. Unglaublich ist die Tatsache, dass sich die Regierungen nicht mehr an Verträge und Gesetze halten (z.B. Maastricht Kriterien).

Horrende Staatsverschuldung der Industriestaaten

Die führenden Industriestaaten haben sich in den letzten 30 Jahren derart verschuldet, dass dies zu einer Weltwirtschaftskrise führen muss. Neben den staatlichen Schulden, gibt es noch die privaten Schulden und die verborgenen Schulden in Form von Staatszusagen für Rentenzahlungen. Eine unglaubliche Verlagerung von Schulden auf kommende Generationen.

Überforderte Rentensysteme

Durch die immer älter werdenden Bevölkerungen werden die Umlagesysteme (Generationenvertrag) immer schlechter funktionieren. Und durch die Abschaffung der Zinsen sind auch kapitalgedeckte Renten, wie Versicherungsverträge, in Gefahr. Es wird eine zunehmende Verarmung der älteren Bevölkerung in den Industriestaaten geben.

Ungedeckte Geldsysteme und Währungskrise

Seit der Abschaffung der Goldbindung des US Dollars 1971, kann jede Zentralbank beliebig Geld drucken. Und das wird auch immer stärker genutzt.

Die unsäglichen Maßnahmen der Zentralbanken dieser Welt, die mit Gelddrucken die Wirtschaftsprobleme lösen wollen (statt Strukturreformen durchzuführen) konnten bisher die Wirtschaftsprobleme nicht lösen, siehe z.B. Japan. Statt Probleme zu lösen, schaffen die Zentralbanken neue Probleme, die noch größer sind.

Auch versuchen alle Wirtschaftsregionen ihre Währungen immer weiter Abzuwerten, um dadurch der eigenen Wirtschaft einen Vorteil zu verschaffen. Ein irrsinniges Wettrennen.

 

2. Weitere Informationsquellen

Wer mehr Informationen sucht, findet mehr als genug im Internet oder den täglichen Nachrichten.

Darüber hinaus kann ich die Wochenzeitschrift "Focus Money" empfehlen, die neben vielen guten Ideen zum Investieren auch sehr realistische Analysen zur politischen und Wirtschaftssituation in Deutschland und der Welt anbietet.

Auch die folgenden 2 Bücher sind sehr lesenswert. Aber bitte nicht beide an einem Wochenende lesen, wie ich das getan habe, sonst bekommt man Depressionen. Sie beschreiben nicht nur die Krisensituation sehr gut, sondern geben auch Hinweise, wie man als Investor am besten vorgeht, um mit möglichst geringem Schaden aus den Krisen zu kommen.

Daniel Stelter: "Eiszeit in der Weltwirtschaft: Die sinnvollsten Strategien zur Rettung unserer Vermögen"

Florian Homm: "Endspiel: Wie Sie die Kernschmelze des Finanzsystems sicher überstehen"

Sehr interessant sind auch die Analysen in den Büchern von Thilo Sarazzin:

"Europa braucht den Euro nicht", "Der neue Tugendterror", "Deutschland schafft sich ab" und "Wunschdenken: Europa, Währung, Bildung, Einwanderung - warum Politik so häufig scheitert"

Schlechte Informationsquellen sind: Die meisten Politiker, Journalisten, Medien, Fernsehsender.

 

3. Was und wann kann konkret passieren?

Leider weiß ich das auch nicht. Zeitlich ist es schwierig, es kann noch einige Jahre ganz gut gehen, bevor die Krisen immer mehr zu Tage treten.

Aber es gibt viele Anzeichen, dass es bald zu massiven Problemen kommen wird, wie das Experiment mit den Negativzinsen der Zentralbanken oder die ungelöste EURO-Krise.

Wie sich das auswirken wird, weiß ich auch nicht, aber denkbar ist vieles, z.B. Steuererhöhungen, Vermögensabgaben, Hyperinflation, ein DAX der erst durch die Decke geht, bevor er implodiert, Währungsreformen, Vertrauensverlust in eine Währung u.v.a.

Jedes der genannten Beispiele wird unser Leben massiv beeinflussen.

 

4. Was kann man dagegen tun?

Natürlich wird auch nicht jeder Leser meine Analyse teilen. Wer also alles im grünen Bereich sieht und die Weltpolitik und -wirtschaft positiv einschätzt, braucht natürlich nichts zu tun.

Wer dagegen meiner Meinung ist, kann und sollte etwas tun.

a) Jeder kann in einer Demokratie bei Wahlen einer politischen Partei seine Stimme geben

Dieses Grundrecht sollte man nach meinem Verständnis auch unbedingt nutzen. 

Leider werden wir nur alle paar Jahre kurz befragt, welche Partei wir unterstützen. Demokratischer wäre es, wenn entscheidende Fragen, wie die Einführung des Euro oder die Abgabe wesentlicher Kompetenzen an Euro-Bürokraten in Brüssel, auch demokratisch durch Volksbefragungen wie in der Schweiz legitimiert würden.

Aber wen soll man wählen, wenn man obige Analyse teilt?

Leider treiben alle sogenannten Volksparteien die obige Fehlentwicklung gegen das Volk voran. 

Nur sehr wenige Parteien haben die wirklichen Probleme erkannt und bieten Perspektiven an, die oben genannten Probleme zu überwinden.

Vor allem finde ich hier die folgenden beiden Parteien interessant:

Partei der Vernunft

Alfa - Allianz für Fortschritt und Aufbruch

 

b) Auch zwischen den Wahlperioden bieten sich vielleicht Möglichkeiten, gegen die oben genannten Entwicklungen vorzugehen

Sei es in öffentlichen Diskussionen oder Veranstaltungen zum Thema, vielleicht durch die Teilnahme an Demonstrationen und Petitionen zu den oben genannten Themen kann man Einfluss nehmen, um die Fehlentwicklungen zu stoppen.

 

c) Darüber hinaus kann jeder darauf reagieren und etwas für sich tun, um sich und seine Familie zu schützen vor der Willkür und Fehlentwicklung.

Dabei geht es darum, sein Vermögen soweit es eben geht zu schützen und duch geschickte Investitionen gut durch die Krisen zu kommen. Diesem Punkt ist der nächste Abschnitt gewidmet.

 

5. Vermögensschutz und Investitionsmöglichkeiten

Wie schütze ich mein Vermögen und wie investiere ich am besten?

Ich habe mich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, recherchiert, analysiert, Bücher gelesen, nachgedacht, Gespräche geführt und möchte hier kurz darstellen, was man am besten machen kann, um sein Vermögen so gut es geht zu schützen.

Da ich weder weiß, wann es zu Kriseneffekten kommt, noch was genau passiert, ist es nicht ganz einfach. Aber man kann etwas tun.

 

Die wichtigste Regel: Diversifikation. 

Verteilung seines Vermögens auf verschiedene Investitionen. Nie alles auf eine Karte setzen. Ob man viel oder wenig angespart hat, egal, aber verteilen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, auf einige werde ich im folgenden näher eingehen:

- Bargeld, Sparbuch oder Geldkonto

- Kapitalversicherungen/Rentenversicherungen

- Aktien / Aktienfonds (verteilt auf verschieden Branchen und Länder, nicht nur deutsche Aktien)

- Gold/Silber

- Rentenpapiere / Zertifikate (Vorsicht: Emittentenrisiko. Wenn der Herausgeber insolvent ist, kann man alles verlieren)

- Immobilien (selbst bewohnte oder vermietete, Immobilienfonds)

- Währungskonten u.v.a.

Also nochmal: Verteilt über Länder, Währungen, Asset-Klassen, Banken. Damit reduziert man sein Risiko. Wer alles was er hat bei einer Bank hat oder beispielsweise alles in seine Siemens-Aktien steckt, geht ein unkalkulierbares Risiko ein.

 

Bargeld, Sparbuch oder Geldkonto

Etwas Bargeld zu Hause ist sicher sinnvoll, und einiges auf einem oder mehreren Konten auch.

Große Beträge aber sollte man besser anders parken. Renditen gibt es hier nicht mehr. Da es sich hier in der Regel um Euro handelt, ist man dem Euro-Risiko ausgeliefert, z.B. bei Inflation. Andererseits ist es ja die Währung, die man zum Leben braucht.

Mehr als 100.000 € sollte man aber bei keiner Bank haben, da bei Konten oberhalb 100.000 € der Zugriff durch den Staat oder Insolvenzverwalter der Bank nicht auszuschließen ist (wie dies 2013 in Zypern geschah).

 

Aktien /Aktienfonds gehören dazu

Das ist ein Sachinvestment, immer besser als Bargeld oder ein Bankkonto. Durch die Geldflut der Zentralbanken und die Abschaffung der Zinsen werden Aktienkurse wohl eine Weile lang weiter steigen. Und selbst durch große Krisen sind gute Aktien meist gut durchgekommen.

Hier sollte man sich solide Aktien mit guten Dividenden-Zahlungen suchen. Dem Privatanleger empfehle ich jedoch keine Einzelaktien. Das Risiko ist einfach zu groß, siehe Beispiel Volkswagen. Eine eigentlich Super-Aktie aber durch ein Missmanagement plötzlich nur noch halb so viel Wert.

Besser ist die Anlage in Aktienfonds, die sich auf weltweit gute Dividenden-Aktien spezialisiert haben. Für gut halte ich die beiden folgenden Fonds:

  • Newton Global Income, ISIN GB00B0MY6T00 
  • DWS Top Dividende, ISIN DE0009848119

Auch ein gute Idee, gerade für jüngere Leute, ist ein Ansparplan mit monatlichen Einzahlungen. Sowas geht schon ab 50€ im Monat und ist bei langen Laufzeiten sicher eine gute Anlageform.

 

Immobilien / Immobilienfonds

Auch Investitionen in Immobilien sind im Grundsatz positiv einzuschätzen, da es sich hier auch um Sachwerte handelt; besonders, wenn man in die eigene Immobilie, also Einfamilienhaus oder Eigentumswohnung investiert. Da steht der Wohnwert der Immobilie im Mittelpunkt und der bleibt ja erhalten, die Preisentwicklungen am Immobilienmarkt sind daher untergeordnet, wenn man die Immobilie nicht gerade verkaufen will oder muss. Daneben kann man auch in vermietete Immobilien als Renditeobjekte investieren oder eben in offene bzw. geschlossene Immobilienfonds.

Nachteilig bei der Investition in Immobilien kann im Krisenfall sein, dass es einfach für den Staat ist, auf Immobilien Abgaben oder Steuern anzusetzen. Dagegen kann man sich dann kaum wehren.

Wer nicht in konkrete Immobilien investieren kann oder möchte, hat immer noch die Möglichkeit, in Immobilienfonds zu investieren. Diese investieren zumeist auch in mehrere Objekte, eventuell sogar regional verteilt, so dass das Risiko gestreut wird.

Als Beispiel möchte ich hier den offenen Immobilienfonds 

  • Grundbesitz Europa RC, ISIN: DE0009807008

 nennen, der sich in den Jahren seiner Existenz (seit 1970) sehr stabil entwickelt hat (ca. 4...5 % pro Jahr).

 

Gold/Silber

Gold liefert zwar keine Rendite in Form von Zinsen oder Dividenden, eignet sich aber sehr gut zur Absicherung eines Teils des Vermögens für Krisensituationen.

Dabei muss man sich entscheiden, ob man Gold zur reinen Absicherung haben möchte oder ob man von den Kurssteigerungen in einer Krise partizipieren möchte. Will man Gold zu Absicherung, sollte man sich für physisches Gold entscheiden, dass man am besten im eigenen Besitz und Lagerung hat. Will man auf steigende Kurse bei Gold spekulieren, eignen sich auch andere Instrumente, die auf Gold basieren.

Physisches Gold kann man in entsprechenden seriösen Geschäften direkt kaufen, z.B bei:

  • ProAurum
  • Philorio

Man kann auch Gold kaufen ohne es selbst zu lagern, aber mit Auslieferungsmöglichkeit. Das ist nicht ganz so sicher wie Gold im direkten eigenen Besitz, aber man hat das Lagerungsproblem nicht. Dafür eignen sich beispielsweise:

  • Xetra-Gold oder Euwax-Gold (Gold hinterlegte Zertifikate, Kauf / Verkauf über jede Depotbank möglich)
  • BullionVault (Kauf/Verkauf von Gold über die Internetplattform und Lagerung in einem Tresor in Zürich/Toronto/London)

Wer auf den Goldpreis spekulieren möchte, kann auf folgenden Aktienfonds auf Goldminen-Aktien setzen:

  • BGF-WORLD GOLD, ISIN LU0055631609 

Darüber hinaus verweise ich auf meinen separaten Artikel zu dem Thema "Investieren in Gold".

 

Währungskonten

Es kann sinnvoll sein, nicht alles Geld was man hat in Euro als Währung zu halten, siehe oben Diversifikation. Zum einen ist der Euro wegen seiner Fehlkonstruktion speziell in Gefahr, zum anderen sind auch andere Währungen vieler Industrieländer (einschliesslich Euro, US Dollar,Britischem Pfund, Yen) in Gefahr aufgrund der horrenden Überschuldung und der Abschaffung von Zinsen beziehungsweise der  Einführung von Negativzinsen.

Es kann schon sinnvoll sein, etwas Geld auch in US Dollar oder Schweizer Franken zu haben, die zumindest das Euro Risiko aussschliessen.

Noch besser sind Währungen von Ländern, die nicht völlig überschuldet sind, die keine Negativzinsen eingeführt haben und die über solide Staatsfinanzen verfügen. Ja die gibt es auch noch. Interessant scheinen mir hier die Norwegische Krone (NOK), der Singapur Dollar (SGD), der Australische Dollar (AUD) oder der Neuseeländische Dollar (NZD).

Die Leitzinsen liegen Stand 21.05.16 bei: NOK: +0,5%, AUD: +1,75%, NZD: 2,25%, SGD: 5,35%.

Wie lässt sich das nun am besten praktizieren? Ich möchte 3 Beispiele nennen, wie man einen Teil seines Geldes in anderen Währungen halten kann.

1. Währungskonten bei deutschen Banken

Das ist wohl der einfachste Weg. Bei vielen Banken kann man ein Fremd-Währungskonto eröffnen (z.B. bei der DAB bank in Britischen Pfund, US-Dollar, Norwegischen Kronen, Kanadische und Australische Dollar, Japanische Yen, Singapur Dollar und Türkische Lira). Als Nachteil muss man sehen, dass es hier zum einen meist keine oder nur sehr geringe Zinsen gibt und man genau auf die Gebührenstrukturen der Bank achten muss (Konvertierungsgebühr, Kontoführungsgebühr etc.). Zum anderen gilt hier wohl auch das unter Geld und Geldkonten genannte Problem, dass bei finanziellen Problemen des Finanzinstitutes wohl auch das 100.000 € Limit gilt. Man sollte also darauf achten, dass alle Konten bei einer Bank die 100.000 € nicht überschreiten.

2. Konto im Ausland

Am kompliziertesten ist ein Währungskonto im Land der Währung zu eröffnen. Dies hat jedoch den Vorteil, dass die Gelder in der Regel dem Zugriff des Staates nicht direkt ausgeliefert sind und nicht das Risiko eines europäischen Banken-Crashs ausgeliefert ist. Zum anderen gibt es dort in der Regel relativ hohe Zinsen auf seine Einlagen. Nachteilig ist, dass es oft schwierig ist, im Ausland ein Konto zu eröffnen. Auch muss man auf die Einlagensicherung, Rechts- und Steuersituation vor Ort achten, also geht es nur nach ausgiebiger Recherche.

Ich habe mir die Mühe gemacht und recherchiert, ob man ein Konto in Neuseeland eröffnen kann (Stand Mai 2016). Dazu habe ich die Top 5 Banken in Neuseeland zunächst gecheckt und anschließend angeschrieben. Die Zinsen für Festgeldanlagen für 1 Jahr liegen bei diesen Banken zwischen 3,2% und 3,35% jährlich. Das kann sich schon mal sehen lassen. Fazit: Von den 5 Banken haben 4 geantwortet. Bei 3 Banken lautete die Antwort: Man kann bei Ihnen nur ein Konto eröffnen, wenn man die neuseeländische Staatsbürgerschaft hat oder anstrebt. Nur eine Bank hat geantwortet, dass man dort ein Konto - auch ein Festgeldkonto - von Deutschland aus eröffnen kann und Geld überweisen kann. Abhebungen sind allerdings nur möglich, nachdem man sich physisch in Neuseeland einmalig vorgestellt hat. Dies kann also interessant sein, wenn man ohnehin eine Reise nach Neuseeland plant.

3. Broker Konto

Für Trader gibt es zahlreiche Broker weltweit, bei denen man in wenigen Minuten online ein Konto eröffnen kann. Auch geht das Ein- und Auszahlen online meist sehr schnell und reibungslos, oft auch ohne Zusatzgebühren. Dabei bieten die meisten Broker auch Konten in verschiedenen Währungen an. Auf diese Weise kann man sehr einfach ein Konto z.B. in Neuseeland-Dollar eröffnen und Geld dort einzahlen und bei Bedarf auch wieder auszahlen. Auf diese Weise habe ich auch Geld in Fremdwährung eingelagert. Dabei muss man aber auch gründlich recherchieren, da es einiges zu beachten gibt, wie Gebühren und Methoden für Ein- und Auszahlung, Seriosität des Brokers, Einlagensicherung, wird meine Wunschwährung als Konto angeboten, gibt es die Anforderung auch gelegentlich zu traden oder nicht. Für mich habe ich hier einen Broker gefunden, bei dem ich ein Konto in neuseeländischen Dollar eröffnet habe und einfach und gebührenfrei über meine Kreditkarte eingezahlt habe.

 

Fazit

Ich hoffe, ich konnte mit meiner Analyse, die nicht ganz Mainstream ist, den einen oder anderen nachdenklich stimmen oder neugierig machen für weitere Recherchen. Vielleicht helfen auch die Anregungen für Investitionen unter dem Aspekt des Vermögensschutzes manchem Leser oder geben Anregungen sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Das würde mich freuen. Für Feedback oder Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

 

Disclaimer:

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf von finanzinstrumenten dar. Ich weise lediglich darauf hin, dass bestimmte Investitionsmöglichkeiten durchaus interessant sein könnten. Ob es zur Investition im Einzelfall geeignet ist, hängt von der persönlichen Situation jedes Einzelnen ab. Es wird keine Garantie für die Korrektheit der o.a. Daten übernommen werden. Haftungsansprüche gegen den Autor sind ausgeschlossen. Es gelten die AGBs dieser Webseite. Da ich die o.g. Investitionsmöglichkeiten für interessant halte, bin ich in dem meisten davon selbst investiert.

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Investieren Allgemeines
news-32 Thu, 19 May 2016 14:16:11 +0200 Interessantes Garantiezertifikat https://finanzkasper.de/cms/index.php?id=21&tx_news_pi1%5Bnews%5D=32&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a6f1268fdaed9fed66a9a5f248443f72 Es wird ja immer schwieriger noch sichere Geldanlagen mit guten Zinsen bzw. Renditen zu finden. Festgeld bringt schon lange nichts mehr und an guten Alternativen fehlt es. Andererseits sind Aktien, die oft gute Renditen bieten vielen zu riskant wegen ihrer Kursschwankungen. Interessant scheint mir da die Anlage in Garantiezertifikaten, die ein aus meiner Sicht gutes Verhältnis von Rendite und Risiko darstellen. Hier bin ich auf das Garantie-Zertifikat "Tresor-Zertifikat EuroStoxx50 Kapitalschutz 2024/09" der DEKA Bank gestoßen, dass ich in diesem Artikel kurz vorstellen möchte. Bei  "Tresor-Zertifikat EuroStoxx50 Kapitalschutz 2024/09" (ISIN: DE000DK0CR47) handelt es sich um ein Kapitalschutz-Zertifikat der DEKA-Bank, dass ich auf den Index Euro Stoxx 50 bezieht. Dieser bildet die Entwicklung der Top 50 Unternehmen in Europa ab.

Das Zertifikat partizipiert zu 100% an der Entwicklung des Index EuroStoxx50.

Der Nennwert des Zertifikates beträgt 1000 €. Der Kapitalschutz besteht darin, dass der Emittent (Deka Bank) das Zertifikat bei seinem Verfallstag am 12.09.2024 zu 1000 € zurücknimmt, auch wenn sich der Index nach unten bewegt. Läuft der Index nach oben steigt das Zertifikat mit bis der Index den sogenannten Cap erreicht hat. Der liegt hier bei einen EuroStoxx50 Wert von 5758,42. Aktuell (19.05.16) befindet sich der EuroStoxx50 bei 2940.

Zwischenzeitlich kann man das Zertifikat auch jederzeit an der Börse verkaufen.

Die Kennzahlen (Stand 19.05.16):

EuroStoxx50 Zertifikat
 Basispreis 3235,07 1000 €
 Heute (19.05.16) 2940 1020 €
 Cap 5758,42 1780 €
 Schlechteste Auszahlung 98,04%
 Beste Auszahlung 174,5%
 Max. Verlust -1,96%
 Max. Gewinn 74,5%
 Schlechteste Rendite p.a. -0,24%
 Beste Rendite p.a. 8,95%

 

Risiken

Das größte Risiko nach meiner Einschätzung ist das sogenannte Emittenten-Risiko. Ein Zertifikat ist eine Inhaberschuldverschreibung des ausgebenden Instituts. Sollte also die DEKA Bank zwischenzeitlich insolvent werden, besteht die Gefahr, dass man seinen Einsatz verliert. Das gilt für alle Zertifikate.

Das zweite Risiko ist, dass sich der Index nicht nach oben bewegt. Da man heute das Zertifikat für 1020 € kaufen kann, ist jedoch der Maximalverlust auf 20 € pro Zertifikat zum Laufzeitende begrenzt. Das sind ca. 2% des Einsatzes.

Chancen

Den Risiken gegenüber steht ein maximal möglicher Gewinn von ca. 74,5% des Einsatzes, wenn der Cap erreicht wird.

Dieses Zertifikat bietet also die Möglichkeit, an möglichen Gewinnen an den Aktienmärkten zu partizipieren und dabei die Risiken zu beschränken. Aus meiner Sicht liegt hier ein sehr gutes Chance/Risiko Verhältnis vor.

 

Disclaimer:

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf des Wertpapiers dar. Ich weise lediglich darauf hin, dass das Wertpapier durchaus interessant sein könnte. Ob es zur Investition im Einzelfall geeignet ist, hängt von der persönlichen Situation jedes Einzelnen ab. Es wird keine Garantie für die Korrektheit der o.a. Daten übernommen werden. Haftungsansprüche gegen den Autor sind ausgeschlossen. Es gelten die AGBs dieser Webseite. Da ich das o.g. Wertpapier für interessant halte, bin ich selbst investiert.

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Investieren
news-24 Sun, 25 Oct 2015 21:40:45 +0100 Stock Screener - oder Wie finde ich die besten Aktien zum Traden oder Investieren https://finanzkasper.de/cms/index.php?id=21&tx_news_pi1%5Bnews%5D=24&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f36800cc105ca9a15e9177caeacfee99 Stock Screener oder deutsch vielleicht Aktienfilter gibt es zahlreich im Internet und ich möchte das Thema etwas strukturieren und einige Stock Screener kurz vorstellen.Ein Stock Screener ist in der Regel eine Datenbank mit allen möglichen Informationen zu Aktien und einer Weboberfläche, über die man nach bestimmten Informationen die Datenbank durchsuchen kann und sich so die Aktien aussuchen kann, die den vorgegebenen Kriterien entsprechen.Also beispielsweise wäre eine solche Abfrage: Zeige mir alle DAX Aktien mit einer Dividendenrendite > 3%. Meistens lassen sich viele solcher Kriterien kombinieren, so dass man sich auch sehr spezifisch Aktien herausfiltern lassen kann. Dieser Artikel kann sowohl für Investoren, die langfristig anlegen, interessant sein als auch für Trader, die sich die besten Handelsinstrumente heraussuchen wollen. Daher erscheint dieser Artikel in beiden Kategorien (Investieren und Trading).

Ich glaube, dass Stock Screener sehr hilfreiche Tools sind. So lassen sich sehr effektiv und schnell die besten Wertpapiere zum Investieren oder auch zur Umsetzung von Trading-Strategien finden.
Das kann einem sehr viel Zeit und Recherche ersparen und manche Strategien überhaupt erst ermöglichen.


Gebührenmodelle
Einige der im Web verfügbaren Stock Screener sind kostenlos andere kostenpflichtig. Ich konzentriere mich hier auf die kostenlosen Angebote, habe aber in der Vergleichsliste unten auch den kostenpflichtigen Stockfetcher mit aufgenommen. Dieser gefällt mir persönlich sehr gut und ist deshalb mit dabei.
Manche Stock Screener bieten auch eine Light-Version gratis an, und für mehr Features muss man dann zahlen. Ich habe versucht, das in der Tabelle unten auch transparent darzustellen.

Typen von Stock Screenern
Es gibt grundsätzlich 2 Kategorien von Stock Screenern:
1. Screener, die Fundamentaldaten (wie KGV, Unternehmensbewertung, KBV, Dividendenrendite etc. ) enthalten und auf Aktien fokussieren
2. Screener, die charttechnische Daten (Chartmuster und Kerzenmuster wie Gleitende Durchschnitte, Bollinger Bänder oder Hammer und andere Chartsignale) enthalten und diese neben Aktien auch für Währungen, Rohstoffe etc. anbieten 

Man muss also wissen, was man eigentlich machen möchte, um den richtigen Stock Screener einzusetzen. Leider bieten nur sehr wenige Stock Screener beides an.
Gegebenenfalls nimmt man auch je einen anderen Screener für die Fundamentaldaten und für die technischen Signale.
Die Tabelle unten zeigt auf einen Blick, wie die dargestellten Stock Screener diesbezüglich einzuordnen sind.

Ergebnisdarstellung
Alle mir bekannten Screener liefern die Ergebnisse auf der Webseite zumindest in einer Tabelle. Selten findet man auch die Möglichkeit, diese Tabelle runterzuladen und in Excel zu öffnen.
Bei einigen Screenern, die nach charttechnischen Daten durchsucht werden können, liefern die Darstellung auch in Chartdarstellungen, in denen die Signale eingezeichnet sind. Das ist sehr hilfreich, weil man dann sofort auch optisch die Signale beurteilen kann, und nicht erst in einem anderen Fenster einen Chart öffnen muss, um die Bewertung des Signals durchführen zu können.

Aktienpool / Datenbank
Wichtig ist, welche Aktien überhaupt in der Anbieterdatenbank enthalten sind. Leider beinhalten die schönsten Screener nur US Aktien, was wenig hilft, wenn man in europäische oder deutsche Aktien investieren will oder diese für sein Trading nutzen will.

Fazit:
Stock Screener unterscheiden sich im Wesentlichen nach den oben dargestellten Kriterien. Je nachdem was man vor hat, kann man diese Kriterien definieren und sich dann den dazu am besten passenden Screener auswählen.
Googeln ist übrigens auch hier bei der Suche nach Stock Screenern sehr hilfreich. Die meisten großen Finanzseiten bieten entsprechende Stock Screener an.
In der Tabelle unten habe ich einige aus meiner Sicht gute Stock Screener dargestellt mit den entsprechenden Eigenschaften und Leistungen.

Um es vorwegzunehmen, ich habe keinen Stock Screener gefunden, der alle meine Anforderungen erfüllt. was ich mir wünschen würde, wäre:
- alle wichtigen Aktienmärkte (US, Europa, Asien)
- Fundamentaldatensuche und charttechnische Suche
- Ausgabe auch in Chartdarstellungen
- möglichst kostenlos
- auch komplexere Suchen, idealerweise mit einfacher Programmierung, wie bei Stockfetcher.

Leider habe ich so einen Stock Screener noch nicht gefunden. Daher nutze ich mehrere Screener aus der Tabelle unten, je nach Aufgabenstellung.
Von der Bedienung und Darstellung und vom Leistungsumfang gefällt mir FinViz am besten. So muss ein Screener sein, leider enthält er keine oder nur wenige europäische Aktien.
Grundsätzlich erfüllen aber auch die anderen Screener ihre Aufgabe.

Ich habe unten in der Tabelle mal einige von mir genutzte Stock Screener mit ihren Eigenschaften zusammengestellt. Hier die Links dazu:

Öffnet externen Link in neuem FensterOnvista Aktienfinder

Öffnet externen Link in neuem FensterFinanztreff Aktiensuche

Öffnet externen Link in neuem FensterFinViz

Öffnet externen Link in neuem FensterStockfetcher

Öffnet externen Link in neuem FensterTradesignal

Öffnet externen Link in neuem FensterWallstreet Online Signale

Öffnet externen Link in neuem FensterFinanztreff Chartsignale

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Trading Trading Tools Investieren
news-12 Wed, 10 Jun 2015 08:21:32 +0200 Investieren in Gold https://finanzkasper.de/cms/index.php?id=21&tx_news_pi1%5Bnews%5D=12&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=980093537379329b0abb99b32baba04e Immer wieder liest man den Hinweis von Experten, dass man sein Portfolio diversifizieren soll, also auf die verschiedensten Anlageklassen verteilen soll. Stets dazu gehört auch die Aussage, ca. 10...15 % seines Vermögens in Gold (oder Silber) anzulegen. Bisher hatte ich letztes ignoriert. Die politischen Entwicklungen der - aus meiner Sicht - nicht mehr beherrschbaren Staatsüberschuldungen weltweit und insbesondere im Euro-Raum haben mich aber diesbezüglich nachdenklich werden lassen. So scheint es mir heute auch sinnvoll, nich alles Vermögen in Euro zu haben, sondern für den Fall von Währungsturbulenzen einen kleinen Teil in Gold abzusichern. Also habe ich mich mit dem Thema "Investieren in Gold" beschäftigt. Wie sich herausstellte, ist dies komplexer als ich zunächst dachte. Deshalb in diesem Artikel mal ein paar Hinweise, worauf man achten sollte, wenn man vor hat, in Gold zu investieren. Vorab: Gold steht in diesem Artikel als Synonym für Edelmetalle. Die Aussagen sind ähnlich, was die anderen Edelmetalle wie Silber, Platin etc. betrifft. Ich habe mich jedoch auf Gold fokussiert, auch weil es bei gleichem Wert wesentlich weniger Volumen hat als Silber und damit einfacher zu lagern ist.

Warum in Gold investieren?

Sicher sieht die Motivation bei jedem anders aus, ich kann dies also nur aus meiner Sicht darstellen.

Aufgrund der Unvorhersehbarkeit der künftigen Entwicklungen ist es in jedem Fall sinnvoll, sein Vermögen auf verschiedene Anlageklassen (Aktien/Wertpapiere, Anleihen, Bargeld, Immobilien und eben auch Edelmetalle/Rohstoffe) aufzuteilen. Gold hat hier den Vorteil, dass es sich tatsächlich oft anders entwickelt, als die anderen Anlageklassen (starke negative Korrelation). Daher gleicht es die Portfolio-Entwicklung aus.

Für mich entscheidend ist, dass Gold über tausende Jahre seinen Wert erhalten hat und nicht zu Verlusten geführt hat, wenn andere Anlageklassen in Krisen, Wirtschaftsturbulenzen oder Kriegen abgewertet wurden oder Ihren Wert ganz verloren haben.

Gegen Gold spricht, dass es keine regelmäßigen Erträge liefert, wie dies bei den anderen Anlageklassen meist der Fall ist (Dividenden, Zinsen, Mieten etc.). Daher ist Gold weniger zur Vermögensvermehrung geeignet, als zur Absicherung vorhandenen Vermögens.

Die derzeitige Politik der meisten Industrieländer agiert mit ihrer Staatsüberschuldung äußerst unseriös. Das ganze wird nur noch am Leben erhalten, indem die Zinsen quasi abgeschafft wurden. Ein Rückweg auf normale Zinssätze von 4...5 % ist undenkbar, ohne dass zahlreiche Staaten zahlungsunfähig werden. Und ich sehe derzeit auch kein Umdenken.

Daher möchte ich einen kleinen Teil meines Vermögens in Gold anlegen. Zur Absicherung. Falls es zum Crash kommt, also z.B. der Euro massiv an Wert verliert, die Aktienmärkte einbrechen oder sonstige unvorhersehbare negative Entwicklungen eintreten.

 

Wie in Gold investieren

Dies hängt stark von der Motivation ab. Mancher hat lieber den Goldbarren/Münzen in der Hand, jemand anderes möchte nur auf steigende Kurse setzen. Hier zunächst meine Ziele, die ich mit meinem Gold-Investment erreichen möchte:

  • Sicherheit, für den Fall von Krisen und Problemen mit den anderen Anlageklassen
  • Möglichkeit des Zugriffs auf das physische Gold oder alternativ des einfachen Verkaufs
  • Möglichst wenig Risiken dazwischen (z.B. Emittentenrisiko bei Zertifikaten)
  • Möglichst wenig Steuern im Falle eines Verkaufs mit Gewinn.

Mir geht es also im Wesentlichen um Sicherheit. Also habe ich mir die möglichen Investitionsmöglichkeiten näher angesehen, insbesondere wie weit sie meinen o.g. Zielen entsprechen:

  1. Goldzertifikate
  2. Goldzertifikate mit physisch hinterlegtem Gold (Xetra-Gold, Euwax-Gold)
  3. Goldminen-Aktien
  4. Physisches Gold (Barren, Münzen)
  5. Physisches Gold hinterlegt im Sammeltresor

 Hir meine Einschätzung zu diesen Investitionsmöglichkeiten:

1. Goldzertifikate

Zertifikate werden in der Regel von Finanzinstituten/Banken herausgegeben und sind Inhaberschuldverschreibungen. Man besitzt also nicht das Gold, sondern nur das Versprechen der Bank, sein Geld zu einem vom Gold abhängigen Preis später zurückzuerhalten. Das ist zwar gut, wenn man nur auf den Goldpreis spekulieren will; will ich aber nicht. Damit gibt es für mich zwei wesentliche Nachteile von Goldzertifikaten: Erstens besteht das sogenannte Emittentenrisiko, also geht das herausgbende Finanzinstitut pleite (was ja schnell mal in einer Finanzkrise passieren kann), so sind die Einlagen verloren. Zweitens macht es einen steuerlichen Unterschied, ob man wirklich Gold besitzt oder nicht. Verkauft man Zertifikate mit Gewinn, fällt die in Deutschland übliche Kapitalertragssteuer auf den Gewinn an. Besitzt man Gold und verkauft es nach mehr als einem Jahr mit Gewinn, so ist der Gewinn steuerfrei. Fazit: aus beiden genannten Gründen werde ich nicht in Goldzertifikate investieren.

2. Goldzertifikate mit physisch hinterlegtem Gold (Xetra-Gold, Euwax-Gold)

Schon besser als 1., da hier echtes Gold hinterlegt ist und man das Anrecht hat, sich das Gold ausliefern zu lassen. Des weiteren sind die Herausgeber die Börsen Frankfurt und Stuttgart und keine Finanzinstitute. Die Zertifikate sind leicht zu handeln und man hat die Option, das Gold auch wirklich zu bekommen, wenn man es will. Insbesondere scheint mir hier Euwax-Gold ganz interessant zu sein, da die Auslieferung unproblematischer ist. Steuerlich ist das ganze noch umstritten, d.h. es gibt auch unterschiedliche Behandlungen durch die Finanzbehörden. Meistens fällt wohl die Kapitalertragssteuer an, aber da man sich das Gold auch ausliefern lassen kann, gibt es auch schon Fälle, in denen nach der Spekulationsfrist von einem Jahr Gewinne nicht versteuert werden mussten. Also im Zweifelsfall sollte man wohl Einspruch gegen eine Versteuerung erheben.

3. Goldminen-Aktien

Nur indirekt eine Investition in Gold. Dazu noch spekulativer, da man die Lage der Unternehmen selbst schlecht einschätzen kann. Steuerlich fällt bei Gewinnen die Kapitalertragssteuer an und mein Wunsch einer Absicherung kann hier nicht erfüllt werden. Diese Investitionsform kommt für mich also nicht in Frage.

4. Physisches Gold (Barren, Münzen)

Steuerlich ist die Sache klar, man besitzt das Gold und im Falle einer Veräußerung ist der Gewinn nach der Spekulationsfrist von einem Jahr steuerfrei. Auch erfüllt diese Form der Gold-Investition meine Anfoderung als Absicherung, da kein Risiko eines Herausgebers etc. besteht. Auch scheint es mir einfach zu sein, Gold in Barren oder Münzen zu erwerben, über Shops oder Internet-Anbieter ist das recht einfach. In Berlin gibt es sogar Automaten, an denen man Gold erwerben kann. Man muss sich über die Stückelung Gedanken machen, nicht zu klein (da dies am Ende teurer ist) und nicht zu groß, da man im Notfall vielleicht Teile wieder verkaufen möchte. Das Hauptproblem ist die sichere Lagerung des Goldes. Zuhause besser nicht, da gibt es zu viele Risiken, wie Einbrecher; versicherbar ist das m.W. auch nicht oder wird recht teuer. Bleibt die Einlagerung in ein Bankschließfach; da gibt es entsprechende Möglichkeiten bei Banken oder speziellen Anbietern. Besonders sollte man darauf achten, dass das Gold dort nicht nur sicher ist sondern auch versichert ist. Das ist nicht ganz billig, aber immerhin eine Möglichkeit.

5. Physisches Gold hinterlegt im Sammeltresor

Auf diese Anbieter bin ich durch meine Internet-Recherchen gestoßen und mir scheint das recht interessant zu sein. Man kann also bei diesen Firmen Gold kaufen, ist auch Besitzer des Goldes und zahlt eine sehr geringe Gebühr für die Einlagerung in einem Sammeltresor. Auch kann man oft bestimmen, wo diese Einlagerung passiert (Zürich, London, Toronto etc.). Natürlich kann man sich das Gold auch ausliefern lassen. Steuerlich ist hier klar, dass keine Kapitalertragssteuer anfällt, da man Besitzer des Edelmetalls ist. Eine gut Übersicht über die Anbieter erhält man auf trustablegold.de. Insbesondere finde ich den Anbieter BullionVault sehr interessant, was die Möglichkeiten und Gebühren betrifft.

Mein Fazit:

Mir scheinen die o.g. Optionen 2 und 5 am interessantesten für meine Absicherungsstrategie zu sein und so habe ich sowohl in Euwax-Gold als auch über den physischen Goldkauf über BullionVault in Gold investiert. 

Wer konkrete Rückfragen zu meinen Erfahrungen hat, kann mich gern per Email (siehe Impressum) oder im Board kontaktieren.

Interessante Links zum Thema:

trustablegold.de

BullionVault

Silber-und-Gold

Golddepot

Gold.de

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Investieren
news-11 Mon, 08 Jun 2015 21:24:00 +0200 Review meines Fondssparplans nach der Super-Cost-Average Strategie https://finanzkasper.de/cms/index.php?id=21&tx_news_pi1%5Bnews%5D=11&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dd83fb4940771e3a8f63ebd66c39ef6d Seit September 2001 (also fast 14 Jahre) betreibe ich einen Fondssparplan nach meiner Super-Cost-Average Strategie. Alle Transaktionen und Ergebnisse sind seit dem auf dieser Webseite dokumentiert. Nun ist es mal wieder Zeit, den aktuellen Stand zu kommentieren und meine Erfahrungen darzustellen. Soviel vorab: Ein Fonds-Sparplan lohnt sich, wenn man viele Jahre Zeit hat und langfristig eine gute Rendite erwirtschaften will. In den fast 14 Jahren, die der Fondssparplan bei mir lief, gab es viele Situationen in der Weltwirtschaft und an den Börsen, die der Sparplan überstehen musste. Dazu gehörten das Desaster des 11.9.2001 in NYC, der Abschwung des DAX infolge, mehrere Aufschwünge, die Finanzkrisen in 2008 und 2011 und nicht zuletzt der DAX Anstieg auf über 12.000 Punkte als Ergebnis der Maßnahmen der EZB.

Der DAX, der dem Basisfonds zugrunde liegt, schwankte zwischen ca. 2.200 und 12.400 Punkten. Es ging 2 mal in Richtung 8.000 aufwärts, bevor der DAX wieder deutlich einbrach. Erst 2014 schaffte es der DAX die 8.000 Punkte deutlich hinter sich zu lassen.

Ergebnis bis heute:

Der Sparplan hat sich unter den o.g. Rahmenbedingungen prächtig entwickelt. Es hätte auch anders kommen können, aber der DAX hat eine wunderbare Volatilität (Schwankungsbreite) hingelegt in dieser Zeit und sich dann doch letztlich - auch wenn durch die EZB angetrieben - hervorragend nach oben bewegt. So konnte der Sparplan immer besonders günstig bei den Einbrüchen des DAX bzw. Fonds große Anteile billig zu kaufen.

Investition: 71 T€
Wert: 216 T€
Gewinn: 145 T€
Gewinn [%]: 205 %
Rendite p.a. [%]: 5,7 %


Erfahrungen:

Auch wenn es zwischenzeitlich sehr stark schwankte und man sicher mit anderen Strategien noch mehr rausgeholt hätte, hat sich der Sparplan bisher gelohnt. Ich denke, dass es ein gutes Standbein ist, wenn man einen Fondssparplan über viele Jahre regelmäßig einzahlt. Es gibt immer Durststrecken, aber langfristig lohnt es sich eben.

Duch die Super-Cost-Average-Strategie konnte darüber hinaus der Ertag weiter erhöht werden. Aktuell sind die Kurse so hoch, dass es zu reglemäßigen Auszahlungen kommt.

Im Wesentlichen habe ich mich an die Regeln der Strategie gehalten. In einzelnen Fällen habe ich davon abweichend gehandelt. Die Lehre ist, am besten man hält sich immer an seine Regeln. Das ist nicht nur einfacher umzusetzen, sondern garantiert auch, dass die Strategie nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis gut funktioniert.

 

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Investieren