Die Krise wird kommen - Was mache ich als Investor?

Als Investor muss man sich stets fragen, wie man am besten investiert, um sein Angespartes zu erhalten und wenn möglich zu vermehren. Keine leichte Aufgabe. Durch die riskante Politik der letzten 30 Jahre in Deutschland, Europa und der Welt ist eine Wirtschaftskrise vorprogrammiert. Diese wird zu Verlusten der im Leben erarbeiteten Vermögen und der erarbeiteten Ansprüche an das Rentensystem kommen.

Die Auswirkungen beginnen sichtbar zu werden. Jeder ist betroffen von der Abschaffung der Zinsen. Direkt, weil man keine Zinsen mehr bekommt, oder indirekt, weil die Renten und Versicherungen damit in Gefahr geraten.

Da keiner weiß, ob es zu Verlusten durch signifikante Steuererhöhungen, Enteignungen, Vermögensschnitte, Währungsreformen oder Hyperinflation kommen wird, muss man sich sehr gut diversifiziert aufstellen.

In diesem Artikel habe ich mir die Frage gestellt, wie man am besten investiert, um die Verluste zu minimieren. Während der 1. Teil die Situation analysiert und Informationsquellen nennt, werden im 2. Teil des Artikels sinnvolle Investitionsmöglichkeiten untersucht.

Inhalt:

1. Kurzanalyse

2. Weitere Informationsquellen

3. Was und wann kann konkret passieren?

4. Was kann man dagegen tun?

5. Vermögensschutz und Investitionsmöglichkeiten

 

1. Kurzanalyse

Ich möchte mich hier kurz fassen, da es genug Informationen dazu in den Medien gibt, möchte aber kurz die wesentliche Probleme aus meiner Sicht ansprechen.

Das Versagen der Politik weltweit, insbesondere aber auch in Europa und Deutschland wird in den nächsten Jahren zu großen politischen und Wirtschaftskrisen führen.

Die Fehlentwicklungen sind bereits soweit fortgeschritten, dass auch ein Gegensteuern nicht mehr möglich ist. Beispiele für die Fehlentwicklungen:

Fehlkonstruktion des Euro

Eine Währungsunion ohne einheitliche Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik ist nicht funktionsfähig.

Gibt es jemand, der glaubt, dass sich die Euro-Länder auf eine gemeinsame Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik einigen? Ich halte es für undenkbar.

Und so führt das aktuelle System zu immer mehr Euro-Krisen. Es gibt bereits die Haftung untereinander. D.h. deutsche Steuerzahler und Vermögen haften für die Schrottbanken in eingen überschuldeten Staaten.

Das System funktioniert überhaupt nur noch, weil die EZB die Bankrottstaaten finanziert und die Zinsen abgeschafft hat. Würde man halbwegs normale Zinsen wieder einführen, würden viele Euro-Länder sofort zahlungsunfähig werden.

Aus meiner Sicht ist der Euro in seiner jetzigen Form nicht überlebensfähig.

Fehlkonstruktion EU

Wie unfähig die EU ist, muss man nicht erklären. Siehe nur Griechenland Krise oder Flüchtlings-Krise. Unglaublich ist die Tatsache, dass sich die Regierungen nicht mehr an Verträge und Gesetze halten (z.B. Maastricht Kriterien).

Horrende Staatsverschuldung der Industriestaaten

Die führenden Industriestaaten haben sich in den letzten 30 Jahren derart verschuldet, dass dies zu einer Weltwirtschaftskrise führen muss. Neben den staatlichen Schulden, gibt es noch die privaten Schulden und die verborgenen Schulden in Form von Staatszusagen für Rentenzahlungen. Eine unglaubliche Verlagerung von Schulden auf kommende Generationen.

Überforderte Rentensysteme

Durch die immer älter werdenden Bevölkerungen werden die Umlagesysteme (Generationenvertrag) immer schlechter funktionieren. Und durch die Abschaffung der Zinsen sind auch kapitalgedeckte Renten, wie Versicherungsverträge, in Gefahr. Es wird eine zunehmende Verarmung der älteren Bevölkerung in den Industriestaaten geben.

Ungedeckte Geldsysteme und Währungskrise

Seit der Abschaffung der Goldbindung des US Dollars 1971, kann jede Zentralbank beliebig Geld drucken. Und das wird auch immer stärker genutzt.

Die unsäglichen Maßnahmen der Zentralbanken dieser Welt, die mit Gelddrucken die Wirtschaftsprobleme lösen wollen (statt Strukturreformen durchzuführen) konnten bisher die Wirtschaftsprobleme nicht lösen, siehe z.B. Japan. Statt Probleme zu lösen, schaffen die Zentralbanken neue Probleme, die noch größer sind.

Auch versuchen alle Wirtschaftsregionen ihre Währungen immer weiter Abzuwerten, um dadurch der eigenen Wirtschaft einen Vorteil zu verschaffen. Ein irrsinniges Wettrennen.

 

2. Weitere Informationsquellen

Wer mehr Informationen sucht, findet mehr als genug im Internet oder den täglichen Nachrichten.

Darüber hinaus kann ich die Wochenzeitschrift "Focus Money" empfehlen, die neben vielen guten Ideen zum Investieren auch sehr realistische Analysen zur politischen und Wirtschaftssituation in Deutschland und der Welt anbietet.

Auch die folgenden 2 Bücher sind sehr lesenswert. Aber bitte nicht beide an einem Wochenende lesen, wie ich das getan habe, sonst bekommt man Depressionen. Sie beschreiben nicht nur die Krisensituation sehr gut, sondern geben auch Hinweise, wie man als Investor am besten vorgeht, um mit möglichst geringem Schaden aus den Krisen zu kommen.

Öffnet externen Link in neuem FensterDaniel Stelter: "Eiszeit in der Weltwirtschaft: Die sinnvollsten Strategien zur Rettung unserer Vermögen"

Öffnet externen Link in neuem FensterFlorian Homm: "Endspiel: Wie Sie die Kernschmelze des Finanzsystems sicher überstehen"

Sehr interessant sind auch die Analysen in den Büchern von Thilo Sarazzin:

Öffnet externen Link in neuem Fenster"Europa braucht den Euro nicht", Öffnet externen Link in neuem Fenster"Der neue Tugendterror", Öffnet externen Link in neuem Fenster"Deutschland schafft sich ab" und Öffnet externen Link in neuem Fenster"Wunschdenken: Europa, Währung, Bildung, Einwanderung - warum Politik so häufig scheitert"

Schlechte Informationsquellen sind: Die meisten Politiker, Journalisten, Medien, Fernsehsender.

 

3. Was und wann kann konkret passieren?

Leider weiß ich das auch nicht. Zeitlich ist es schwierig, es kann noch einige Jahre ganz gut gehen, bevor die Krisen immer mehr zu Tage treten.

Aber es gibt viele Anzeichen, dass es bald zu massiven Problemen kommen wird, wie das Experiment mit den Negativzinsen der Zentralbanken oder die ungelöste EURO-Krise.

Wie sich das auswirken wird, weiß ich auch nicht, aber denkbar ist vieles, z.B. Steuererhöhungen, Vermögensabgaben, Hyperinflation, ein DAX der erst durch die Decke geht, bevor er implodiert, Währungsreformen, Vertrauensverlust in eine Währung u.v.a.

Jedes der genannten Beispiele wird unser Leben massiv beeinflussen.

 

4. Was kann man dagegen tun?

Natürlich wird auch nicht jeder Leser meine Analyse teilen. Wer also alles im grünen Bereich sieht und die Weltpolitik und -wirtschaft positiv einschätzt, braucht natürlich nichts zu tun.

Wer dagegen meiner Meinung ist, kann und sollte etwas tun.

a) Jeder kann in einer Demokratie bei Wahlen einer politischen Partei seine Stimme geben

Dieses Grundrecht sollte man nach meinem Verständnis auch unbedingt nutzen. 

Leider werden wir nur alle paar Jahre kurz befragt, welche Partei wir unterstützen. Demokratischer wäre es, wenn entscheidende Fragen, wie die Einführung des Euro oder die Abgabe wesentlicher Kompetenzen an Euro-Bürokraten in Brüssel, auch demokratisch durch Volksbefragungen wie in der Schweiz legitimiert würden.

Aber wen soll man wählen, wenn man obige Analyse teilt?

Leider treiben alle sogenannten Volksparteien die obige Fehlentwicklung gegen das Volk voran. 

Nur sehr wenige Parteien haben die wirklichen Probleme erkannt und bieten Perspektiven an, die oben genannten Probleme zu überwinden.

Vor allem finde ich hier die folgenden beiden Parteien interessant:

Öffnet externen Link in neuem FensterPartei der Vernunft

Öffnet externen Link in neuem FensterAlfa - Allianz für Fortschritt und Aufbruch

 

b) Auch zwischen den Wahlperioden bieten sich vielleicht Möglichkeiten, gegen die oben genannten Entwicklungen vorzugehen

Sei es in öffentlichen Diskussionen oder Veranstaltungen zum Thema, vielleicht durch die Teilnahme an Demonstrationen und Petitionen zu den oben genannten Themen kann man Einfluss nehmen, um die Fehlentwicklungen zu stoppen.

 

c) Darüber hinaus kann jeder darauf reagieren und etwas für sich tun, um sich und seine Familie zu schützen vor der Willkür und Fehlentwicklung.

Dabei geht es darum, sein Vermögen soweit es eben geht zu schützen und duch geschickte Investitionen gut durch die Krisen zu kommen. Diesem Punkt ist der nächste Abschnitt gewidmet.

 

5. Vermögensschutz und Investitionsmöglichkeiten

Wie schütze ich mein Vermögen und wie investiere ich am besten?

Ich habe mich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, recherchiert, analysiert, Bücher gelesen, nachgedacht, Gespräche geführt und möchte hier kurz darstellen, was man am besten machen kann, um sein Vermögen so gut es geht zu schützen.

Da ich weder weiß, wann es zu Kriseneffekten kommt, noch was genau passiert, ist es nicht ganz einfach. Aber man kann etwas tun.

 

Die wichtigste Regel: Diversifikation. 

Verteilung seines Vermögens auf verschiedene Investitionen. Nie alles auf eine Karte setzen. Ob man viel oder wenig angespart hat, egal, aber verteilen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, auf einige werde ich im folgenden näher eingehen:

- Bargeld, Sparbuch oder Geldkonto

- Kapitalversicherungen/Rentenversicherungen

- Aktien / Aktienfonds (verteilt auf verschieden Branchen und Länder, nicht nur deutsche Aktien)

- Gold/Silber

- Rentenpapiere / Zertifikate (Vorsicht: Emittentenrisiko. Wenn der Herausgeber insolvent ist, kann man alles verlieren)

- Immobilien (selbst bewohnte oder vermietete, Immobilienfonds)

- Währungskonten u.v.a.

Also nochmal: Verteilt über Länder, Währungen, Asset-Klassen, Banken. Damit reduziert man sein Risiko. Wer alles was er hat bei einer Bank hat oder beispielsweise alles in seine Siemens-Aktien steckt, geht ein unkalkulierbares Risiko ein.

 

Bargeld, Sparbuch oder Geldkonto

Etwas Bargeld zu Hause ist sicher sinnvoll, und einiges auf einem oder mehreren Konten auch.

Große Beträge aber sollte man besser anders parken. Renditen gibt es hier nicht mehr. Da es sich hier in der Regel um Euro handelt, ist man dem Euro-Risiko ausgeliefert, z.B. bei Inflation. Andererseits ist es ja die Währung, die man zum Leben braucht.

Mehr als 100.000 € sollte man aber bei keiner Bank haben, da bei Konten oberhalb 100.000 € der Zugriff durch den Staat oder Insolvenzverwalter der Bank nicht auszuschließen ist (wie dies 2013 in Zypern geschah).

 

Aktien /Aktienfonds gehören dazu

Das ist ein Sachinvestment, immer besser als Bargeld oder ein Bankkonto. Durch die Geldflut der Zentralbanken und die Abschaffung der Zinsen werden Aktienkurse wohl eine Weile lang weiter steigen. Und selbst durch große Krisen sind gute Aktien meist gut durchgekommen.

Hier sollte man sich solide Aktien mit guten Dividenden-Zahlungen suchen. Dem Privatanleger empfehle ich jedoch keine Einzelaktien. Das Risiko ist einfach zu groß, siehe Beispiel Volkswagen. Eine eigentlich Super-Aktie aber durch ein Missmanagement plötzlich nur noch halb so viel Wert.

Besser ist die Anlage in Aktienfonds, die sich auf weltweit gute Dividenden-Aktien spezialisiert haben. Für gut halte ich die beiden folgenden Fonds:

  • Newton Global Income, ISIN GB00B0MY6T00 
  • DWS Top Dividende, ISIN DE0009848119

Auch ein gute Idee, gerade für jüngere Leute, ist ein Ansparplan mit monatlichen Einzahlungen. Sowas geht schon ab 50€ im Monat und ist bei langen Laufzeiten sicher eine gute Anlageform.

 

Immobilien / Immobilienfonds

Auch Investitionen in Immobilien sind im Grundsatz positiv einzuschätzen, da es sich hier auch um Sachwerte handelt; besonders, wenn man in die eigene Immobilie, also Einfamilienhaus oder Eigentumswohnung investiert. Da steht der Wohnwert der Immobilie im Mittelpunkt und der bleibt ja erhalten, die Preisentwicklungen am Immobilienmarkt sind daher untergeordnet, wenn man die Immobilie nicht gerade verkaufen will oder muss. Daneben kann man auch in vermietete Immobilien als Renditeobjekte investieren oder eben in offene bzw. geschlossene Immobilienfonds.

Nachteilig bei der Investition in Immobilien kann im Krisenfall sein, dass es einfach für den Staat ist, auf Immobilien Abgaben oder Steuern anzusetzen. Dagegen kann man sich dann kaum wehren.

Wer nicht in konkrete Immobilien investieren kann oder möchte, hat immer noch die Möglichkeit, in Immobilienfonds zu investieren. Diese investieren zumeist auch in mehrere Objekte, eventuell sogar regional verteilt, so dass das Risiko gestreut wird.

Als Beispiel möchte ich hier den offenen Immobilienfonds 

  • Grundbesitz Europa RC, ISIN: DE0009807008

 nennen, der sich in den Jahren seiner Existenz (seit 1970) sehr stabil entwickelt hat (ca. 4...5 % pro Jahr).

 

Gold/Silber

Gold liefert zwar keine Rendite in Form von Zinsen oder Dividenden, eignet sich aber sehr gut zur Absicherung eines Teils des Vermögens für Krisensituationen.

Dabei muss man sich entscheiden, ob man Gold zur reinen Absicherung haben möchte oder ob man von den Kurssteigerungen in einer Krise partizipieren möchte. Will man Gold zu Absicherung, sollte man sich für physisches Gold entscheiden, dass man am besten im eigenen Besitz und Lagerung hat. Will man auf steigende Kurse bei Gold spekulieren, eignen sich auch andere Instrumente, die auf Gold basieren.

Physisches Gold kann man in entsprechenden seriösen Geschäften direkt kaufen, z.B bei:

  • ProAurum
  • Philorio

Man kann auch Gold kaufen ohne es selbst zu lagern, aber mit Auslieferungsmöglichkeit. Das ist nicht ganz so sicher wie Gold im direkten eigenen Besitz, aber man hat das Lagerungsproblem nicht. Dafür eignen sich beispielsweise:

  • Xetra-Gold oder Euwax-Gold (Gold hinterlegte Zertifikate, Kauf / Verkauf über jede Depotbank möglich)
  • BullionVault (Kauf/Verkauf von Gold über die Internetplattform und Lagerung in einem Tresor in Zürich/Toronto/London)

Wer auf den Goldpreis spekulieren möchte, kann auf folgenden Aktienfonds auf Goldminen-Aktien setzen:

  • BGF-WORLD GOLD, ISIN LU0055631609 

Darüber hinaus verweise ich auf meinen separaten Artikel zu dem Thema Öffnet externen Link in neuem Fenster"Investieren in Gold".

 

Währungskonten

Es kann sinnvoll sein, nicht alles Geld was man hat in Euro als Währung zu halten, siehe oben Diversifikation. Zum einen ist der Euro wegen seiner Fehlkonstruktion speziell in Gefahr, zum anderen sind auch andere Währungen vieler Industrieländer (einschliesslich Euro, US Dollar,Britischem Pfund, Yen) in Gefahr aufgrund der horrenden Überschuldung und der Abschaffung von Zinsen beziehungsweise der  Einführung von Negativzinsen.

Es kann schon sinnvoll sein, etwas Geld auch in US Dollar oder Schweizer Franken zu haben, die zumindest das Euro Risiko aussschliessen.

Noch besser sind Währungen von Ländern, die nicht völlig überschuldet sind, die keine Negativzinsen eingeführt haben und die über solide Staatsfinanzen verfügen. Ja die gibt es auch noch. Interessant scheinen mir hier die Norwegische Krone (NOK), der Singapur Dollar (SGD), der Australische Dollar (AUD) oder der Neuseeländische Dollar (NZD).

Die Leitzinsen liegen Stand 21.05.16 bei: NOK: +0,5%, AUD: +1,75%, NZD: 2,25%, SGD: 5,35%.

Wie lässt sich das nun am besten praktizieren? Ich möchte 3 Beispiele nennen, wie man einen Teil seines Geldes in anderen Währungen halten kann.

1. Währungskonten bei deutschen Banken

Das ist wohl der einfachste Weg. Bei vielen Banken kann man ein Fremd-Währungskonto eröffnen (z.B. bei der DAB bank in Britischen Pfund, US-Dollar, Norwegischen Kronen, Kanadische und Australische Dollar, Japanische Yen, Singapur Dollar und Türkische Lira). Als Nachteil muss man sehen, dass es hier zum einen meist keine oder nur sehr geringe Zinsen gibt und man genau auf die Gebührenstrukturen der Bank achten muss (Konvertierungsgebühr, Kontoführungsgebühr etc.). Zum anderen gilt hier wohl auch das unter Geld und Geldkonten genannte Problem, dass bei finanziellen Problemen des Finanzinstitutes wohl auch das 100.000 € Limit gilt. Man sollte also darauf achten, dass alle Konten bei einer Bank die 100.000 € nicht überschreiten.

2. Konto im Ausland

Am kompliziertesten ist ein Währungskonto im Land der Währung zu eröffnen. Dies hat jedoch den Vorteil, dass die Gelder in der Regel dem Zugriff des Staates nicht direkt ausgeliefert sind und nicht das Risiko eines europäischen Banken-Crashs ausgeliefert ist. Zum anderen gibt es dort in der Regel relativ hohe Zinsen auf seine Einlagen. Nachteilig ist, dass es oft schwierig ist, im Ausland ein Konto zu eröffnen. Auch muss man auf die Einlagensicherung, Rechts- und Steuersituation vor Ort achten, also geht es nur nach ausgiebiger Recherche.

Ich habe mir die Mühe gemacht und recherchiert, ob man ein Konto in Neuseeland eröffnen kann (Stand Mai 2016). Dazu habe ich die Top 5 Banken in Neuseeland zunächst gecheckt und anschließend angeschrieben. Die Zinsen für Festgeldanlagen für 1 Jahr liegen bei diesen Banken zwischen 3,2% und 3,35% jährlich. Das kann sich schon mal sehen lassen. Fazit: Von den 5 Banken haben 4 geantwortet. Bei 3 Banken lautete die Antwort: Man kann bei Ihnen nur ein Konto eröffnen, wenn man die neuseeländische Staatsbürgerschaft hat oder anstrebt. Nur eine Bank hat geantwortet, dass man dort ein Konto - auch ein Festgeldkonto - von Deutschland aus eröffnen kann und Geld überweisen kann. Abhebungen sind allerdings nur möglich, nachdem man sich physisch in Neuseeland einmalig vorgestellt hat. Dies kann also interessant sein, wenn man ohnehin eine Reise nach Neuseeland plant.

3. Broker Konto

Für Trader gibt es zahlreiche Broker weltweit, bei denen man in wenigen Minuten online ein Konto eröffnen kann. Auch geht das Ein- und Auszahlen online meist sehr schnell und reibungslos, oft auch ohne Zusatzgebühren. Dabei bieten die meisten Broker auch Konten in verschiedenen Währungen an. Auf diese Weise kann man sehr einfach ein Konto z.B. in Neuseeland-Dollar eröffnen und Geld dort einzahlen und bei Bedarf auch wieder auszahlen. Auf diese Weise habe ich auch Geld in Fremdwährung eingelagert. Dabei muss man aber auch gründlich recherchieren, da es einiges zu beachten gibt, wie Gebühren und Methoden für Ein- und Auszahlung, Seriosität des Brokers, Einlagensicherung, wird meine Wunschwährung als Konto angeboten, gibt es die Anforderung auch gelegentlich zu traden oder nicht. Für mich habe ich hier einen Broker gefunden, bei dem ich ein Konto in neuseeländischen Dollar eröffnet habe und einfach und gebührenfrei über meine Kreditkarte eingezahlt habe.

 

Fazit

Ich hoffe, ich konnte mit meiner Analyse, die nicht ganz Mainstream ist, den einen oder anderen nachdenklich stimmen oder neugierig machen für weitere Recherchen. Vielleicht helfen auch die Anregungen für Investitionen unter dem Aspekt des Vermögensschutzes manchem Leser oder geben Anregungen sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Das würde mich freuen. Für Feedback oder Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

 

Disclaimer:

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf von finanzinstrumenten dar. Ich weise lediglich darauf hin, dass bestimmte Investitionsmöglichkeiten durchaus interessant sein könnten. Ob es zur Investition im Einzelfall geeignet ist, hängt von der persönlichen Situation jedes Einzelnen ab. Es wird keine Garantie für die Korrektheit der o.a. Daten übernommen werden. Haftungsansprüche gegen den Autor sind ausgeschlossen. Es gelten die AGBs dieser Webseite. Da ich die o.g. Investitionsmöglichkeiten für interessant halte, bin ich in dem meisten davon selbst investiert.




Letzte Änderung dieser Seite: 11.05.2018 15:28:25  --- (c) FinanzKasper.de ---   :: Home :: Sitemap :: Impressum :: AGBs :: Datenschutz